

Ich kann wieder trinken, ich kann wieder Feiern. Nur das mit dem Rauchen hat mein Körper mit einem fiesen Husten, der mich immernoch beschäftigt, abgewehrt. Geschieht mir Recht und im Nachhinein finde ich es auch gut, dass ich den Glimmstengeln dadurch noch mal von der Schippe gesprungen bin. Spart Geld.
Ich war in Kiel, bei meinem lieben Großcousin Jan W. und hab dort eine Woche meinen Urlaub verbracht.
Ich lernte Poker in einer Runde aus einem Cutter, einem Koch, einem
promovierenden Philosophen und
einem Student der Politik - und Wirtschafts - wissenschaften,
der ein riesiges Poster mit dem Atompilz von dem Bikiniatoll in seinem Wohnzimmer hängen hatte und mir erzählte, er würde später gerne in der Rüstungsindustrie arbeiten. Das machte mir ein wenig Angst - nichts desto Trotz habe ich mit einem Einsatz von 3 Euro insgesamt 7,85 Euro gewinnen können.
An einem anderen Abend versackte ich in einer Kneipe durch 4 oder 5 Caipirinhas und spielte zuerst Kicker und dann -schon wieder- Poker mit drei Juristen, die ich vorher nicht kannte.
Ich machte mit Adrian in seiner Feng Shui eingerichteten Küche sitzend, die Nacht durch und teilte mir mit ihm 2 Flaschen Wein und eine Flasche Evian.
Cocktailschlürfend lästerte ich zusammen mit Flo und Jan W. über das typische Studentenpack in einer typischen Studentenpinte.
In meinen nüchternden Momenten gab es allerdings auch etwas Kultur und Sightseeing.
Ich war am Ostseekai und hab auf den Hafen gestarrt (Foto), in der Kunsthalle bin ich gewesen und hab Skulpturen angestarrt.
In Laboe hab ich T-Shirts mit Druckfehler ("Laboe - Deutchland"), das Mahnmal und das U-Boot angestarrt - das Mahnmal auch von innen (Foto) - und am Strand (ich weiß nicht wie er heißt ) bei einem Kaffee, hab ich Kite-Surfer, Segler, Dampfer und riesige Schiffe (Fregatten) von der Marine angestarrt.
Ich lernte die gelassenste Frau der Welt kennen und nahm sie mir zum Vorbild.
Ich lernte, dass der Name "Marc" nichts weiter ist als ein Geräusch.
Ich lernte, dass es auch leckere "Kurze" gibt die brennen können und die nicht nach Anis schmecken.
Ich lernte, dass Wasserhärtegrad 4 sich wirklich von Grad 2 unterscheidet.
Ich lernte (am Hamburger Hauptbahnhof), dass es noch kaputtere Menschen gibt als mich.
Insgesamt wars also ein durch und durch gelungener Urlaub.